Analytische Gruppenpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie ist eine spezielle Form der Psychotherapie, bei der eine kleine Anzahl von Teilnehmern unter der Leitung eines professionellen Gruppenleiters zusammen kommt, um an sich selbst und mit den anderen an Problemen zu arbeiten.

Jeder von uns wuchs in Gruppen auf, sei es in der Ursprungsfamilie oder in anderen sozialen Gemeinschaften, entwickelte sich in der Schule oder anderen organisierten Gruppen weiter, in denen gelernt oder gearbeitet wurde.

Dies sind soziale Umgebungen, in denen unsere soziale und auch seelische Entwicklung stattfand und –findet. Gruppenpsychotherapie ist nichts anderes. Sie stellt einen Raum zur Verfügung, wo Sie mit anderen Menschen zusammen kommen, um Probleme verschiedenster Art zu teilen und besser zu verstehen, auch um im aktuellen sozialen Miteinander der Gruppe voneinander zu lernen. Gruppenpsychotherapie kann Gefühle und Erfahrungen z.B. von Einsamkeit, Angst oder Depression überwinden und auflösen helfen. Sie kann Menschen in ihren Wünschen und Zielen, ihr Leben zu ändern, unterstützen, dabei helfen, zufriedener zu leben. Gruppen wirken! Die Forschungen der letzten Jahre weisen eindeutig nach, dass die Gruppenpsychotherapie mindestens genau so wirksam wie Einzelpsychotherapie ist, in manchen Feldern ihr sogar überlegen!

Das spezielle Angebot der analytischen Gruppenpsychotherapie in meiner Praxis:

Hier arbeitet eine Gruppe in fester, beständiger Zusammenstellung über lange Zeit (Mitgliedschaft ca. 2-3 oder 4 Jahre) im Sitzen. Die Gruppe besteht aus 7 – 9 Mitgliedern. Das zentrale Anliegen dieser eigenen und gut ausgearbeiteten Psychotherapieform mit nachgewiesener guter bis sehr guter Wirksamkeit (leider nicht genügend bekannt und zu wenig angeboten) ist es, die Kommunikation eines Individuums mit anderen zu verbessern, oft in seiner Entfremdung und gestörten sozialen Interaktion. Man weiß heute mehr davon, wie seelische Probleme in sozialen Zusammenhängen entstehen. Die immer wieder auftretenden Kommunikationsstörungen mit anderen (z.B. soziale Hemmungen, Ängste oder überschießende Aggressivität, hohe Kränkbarkeit) entsprechen u.a. dem Niederschlag verinnerlichter kindlicher Konflikte mit den Eltern oder anderen Bezugspersonen und auch indirekt gewissen Tabus der Gesellschaft. Krankheit ist immer auch Ausdruck von Unvereinbarkeit zwischen dem Einzelnen und seiner Ursprungsgruppe Familie.

Solche zu psychischer Krankheit führenden Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen betreffen in erster Linie die zu nahestehenden Personen (der Partner/die Partnerin, Freunde, Angehörige, aber auch Arbeitskollegen, eigene Eltern oder eigene Kinder im Erziehungsprozess). Daher ist die Gruppensituation sozusagen der natürliche Ort für Therapie: Die seelischen Schwierigkeiten des Einzelnen werden immer im Störungsmuster der zwischenmenschlichen Beziehungen deutlich und an und in „diesem Ort“ bearbeitbar. Wieder kommt hier die Methode der Psychoanalyse zum Einsatz: Das Bewusstmachen von bisher nicht verstandenen, unbewussten verinnerlichten Beziehungserfahrungen im Hier und Jetzt der analytischen Gruppe. Der Gruppenleiter hat hierbei die ganze Gruppe und den Entwicklungsprozess der Gruppe im Auge, deutet die unbewusste Kommunikation der so „wiederaufgelegten Konflikte“, an der der Einzelne und zugleich die ganze Gruppe beteiligt ist. So gelingt es im laufenden Prozess den Mitgliedern in der Gruppe, sich unbefangener zu fühlen, neue Erfahrungen in der laufenden Interaktion zu machen und so ihr Leben freier, befriedigter auszufüllen und zu leben.